Stromwechselparty am 15. März

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- Wer kennt denn schon seinen genauen Strompreis?

- Und wer kennt nicht die Aussage: „Das ist schon immer so gewesen und so kann das man auch bleiben.“

- Und wer befürchtet bei einem Stromanbieterwechsel „im Dunkeln zu stehen“!

Nur gut, dass schon an die 200 Haushalte im Hüruper Strompool das anders sehen und an der seit 2012 stattfindenden jährlichen Stromanbieterausschreibung teilnehmen. Denn nicht nur, dass durch den Wechsel zu Ökostrom über 300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden und durch günstigere Preise insgesamt einige Tausend Euro in der eigenen Tasche bleiben. Der Wechsel stärkt zusätzlich die Kaufkraft in der eigenen Region.

Durch ehrenamtliches Engagement werden Angebotsrecherchen und Vorverhandlungen mit den Öko-Stromanbietern getroffen, um dann auf der Stromwechselparty allen Strompoolern die Ergebnisse vorzustellen. Im Anschluss wird der neue Stromanbieter gemeinsam von allen Anwesenden ausgewählt.

In diesem Jahr findet die Stromwechselparty am Mittwoch, den 15. März, ab 19:30 im Dörpshus Hürup statt. Alle Bürger des Amtes Hürup sind herzlich eingeladen, um zu sehen, dass regenerativer Strom aus der Region günstiger und genau so zuverlässig ist wie grauer Strom von weit her.

Mehr Informationen im Bereich Projekte.

Warum Strompool

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Haben sie schon einmal daran gedacht, ihren Stromanbieter zu wechseln?

Über den Energiewendestammtisch hat sich im Amt Hürup der „Strompool“ gebildet, eine Einkaufsgemeinschaft, die ihren Strom zusammen bezieht.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

1. Grüner Strom, CO2- Einsparung; Atomstrom vermeiden

2. Günstiger Preis durch gemeinsamen Einkauf

3. Kontakt zu Nachbarn etc./Gedankenaustausch

4. „einfach“: es wird sich durch einen Vertreter des Strompools um alles gekümmert.

Die Regelungen der Grundversorgung und die Funktionsweise des Strommarkts sind vielen Verbrauchern nicht bekannt. Trotz der Liberalisierung des Strommarkts machen immer noch zu wenige Haushalte von ihrem Recht der freien Anbieterwahl Gebrauch. Gegen einen Wechsel sprechen häufig individuelle, diffuse oder auch durch Medienberichte konkretisierte Befürchtungen. So z.B. denken viele, dass sie „im Dunkeln dastehen“, falls ein Anbieter insolvent werden sollte. Oder sie vertreten die irrige Annahme, jeder Anbieter sorge selbst für die physikalische Lieferung des Stroms, so dass z.B. bei regionaler Flaute kein (Wind-)Strom geliefert werde.

Damit erhalten die Stromversorger zu wenige Marktsignale über den Kundenwillen und treiben wohl auch deswegen die Energiewende nicht im notwendigen Maße voran. Aus diesem Grund haben sich verschiedene Leute aus dem Amt für den gemeinsamen Einkauf von Strom zum sogenannten „Strompool“ zusammengeschlossen. Der Energiewendestammtisch in Hürup bietet auch zu diesem Thema regelmäßig Veranstaltungen an, um die Zusammenhänge des Strommarktes zu erklären. Es werden die wählbaren Produkte dargestellt – alles im anbieterunabhängigen Vergleich mehrerer Entscheidungskriterien wie Stromherkunft, Grund- und Arbeitspreis, Erreichbarkeit der Ansprechpartner, Laufzeit und Kündigungsfrist, Solvenz und Zahlungsmodalitäten.

Bericht vom Energiewendestammtisch am 27.10.16

Autofahren mit Strom vom Deich, statt mit Öl vom Scheich!
 
Stephan Wiese, der Projektmanager von eE4mobile, hielt am 27.10. einen leidenschaftlichen Vortrag für die Energiewende auf unseren Straßen. Im Strombereich ist die Energiewende im letzten Jahrzehnt gut vorangekommen. Knapp 30 Prozent des Strombedarfs in Deutschland stammen aus dezentralen erneuerbaren Energeien, während wir bei der Mobilität noch fast vollständig von fossilen Energien abhängig sind.
 
Stephan Wiese machte noch einmal klar, dass Diesel und Benzin aus unwiederbringlichen Ressourcen stammen, und im herkömmlichen Verbrennungsmotor nur 33 Prozent der eingesetzten Energie zum Fahren verwendet werden. Die restlichen 67 Prozent gehen als Abgas und Wärme in die Umwelt. Dabei sind unsere Netze voll mit erneuerbarem Strom.

2013 hat die Genossenschaft eE4mobile die erste Leasingaktion mit 61 Nissan Leaf gestartet, die in diesem Jahr ausgelaufen ist. Diese 61 Fahrzeuge haben ein Speichervolumen von einem Megawatt. Bei diesen Fahrzeugen ist der Leasingvertrag in diesem Jahr ausgelaufen, und die Genossenschaft hat das Folgeprojekt „E-Mobil 100+“ gestartet. Diesmal haben fünf verschiedene Autohersteller ihre Elektrofahrzeuge zum Kauf angeboten. Die Mitglieder der Genossenschaft haben nun die Möglichkeit, über einen Rahmenvertrag diese Fahrzeuge zu günstigen Konditionen zu leasen.

Erfreulich bei den Neufahrzeugen ist der Zuwachs der Reichweiten mit einer Akkufüllung. Zwei Hersteller sind in der Lage, Fahrzeuge mit einer Reichweite von 300 km anzubieten. Wenn man bedenkt, dass jeder Bundesbürger im Durchschnitt täglich 45 km zurücklegt, ist die Reichweitendiskussion damit vom Tisch.
In regelmäßigen Abständen bietet die Genossenschaft auf dem GreenTEC- Campus in Enge-Sande die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge auszuprobieren, das nächste Mal am Samstag, 19.11.16. Wir werden hier auf unserer Homepage immer wieder auf die Probetage hinweisen. Auch kann man ein Elektrofahrzeug für einige Tage mit nach Hause nehmen. Das ist eine gute Gelegenheit, um den Fahrspaß, den ein solches Fahrzeug mitbringt, auch im Alltag zu erfahren.
 
(Kalle Rave)

Mit Energie und Ideen in die Zukunft

Artikel im Tageblatt Flensburg: Umweltminister Robert Habeck informiert sich in Hürup über innovatives Versorgungsprojekt / Nächste Runde in landesweitem Wettbewerb