Humus- und Bodenfachtag 2018

Steigerung der Bodenfruchtbarkeit als Antwort auf den Klimawandel

Der Verein Boben Op Klima- & Energiewende e.V. und das EIP-Projekt „Innovation Kompostsysteme für mehr Bodenfruchtbarkeit“ laden ein zum Humus- und Bodenfachtag am Freitag, den 25.05.2018.

Die Veranstaltung startet um 9.00 Uhr in Freienwill (Nähe Flensburg) mit vier Vorträgen. Ab 14.00 Uhr bis 16.30 werden in Hürup auf dem Hof Henning Knutzen und in Ausacker auf dem Biogasbetrieb Karl-Wilhelm Rave verschiedene Ideen und deren Umsetzung in die Praxis vorgestellt.

 

Wie eine Antwort auf den Klimawandel durch die Landwirtschaft aussehen kann, entwickelt der Verein Boben Op Klima & Energiewende e.V. zusammen mit Landwirten und Gewerbebetrieben: die Antwort ist ein Klimaschutzzertifikathandel. In der Landwirtschaft kann durch Humusaufbau einen Großteil des klimaschädlichen Kohlendioxids der Atmosphäre entzogen werden. Dazu werden organische Dünger effizient und verlustarm eingesetzt und die Humusanreicherung im Boden festgestellt. Der Verkauf von Klimaschutzzertifikaten ermöglicht den teilnehmenden Landwirten zusätzliche Einnahmen. In Österreich in der Ökoregion Kaindorf und in der Nähe von München wurden solche Projekte schon erfolgreich etabliert. Referenten zu diesem Themenkomplex sind Henning Knutzen als praktizierender Bio-Landwirt und Mitbegründer von Bobenop e.V. und Dr. Sebastian Meyer, der das Humusaufbauprojekt HimmelsErde bei München vorstellt.

 

Wie Kompost mit guter Qualität hergestellt werden kann und auf Boden und Ertrag wirkt, untersucht das EIP Projekt „Innovation Kompostsysteme für mehr Bodenfruchtbarkeit“. Versuche zur Kompostierung auf dem eigenen Betrieb und Einsatz von Zukaufkomposten in ausgesuchten Kulturen, sowie Einsatz von Komposttees werden in der Praxis beleuchtet. Erste Ergebnisse und Tendenzen der Versuche stellt Leadpartner Ökoring im Norden e.V., Romana Holle, vor.

 

Christoph Felgentreu ist langjähriger Produktmanager bei der DSV (Deutsche Saatveredelung AG, Lippstadt) und Experte für Zwischenfruchtanbau und Bodenfruchtbarkeit. Der Zwischenfruchtanbau ist ein wichtiger Bestandteil moderner und nachhaltiger Anbausysteme. Deshalb forscht die Deutsche Saatveredelung (DSV) im Bereich Zwischenfrüchte, um optimale, vielfältige und ausbalancierte Saatgutmischungen für alle landwirtschaftlichen Fruchtfolgesysteme zur Verfügung stellen zu können. Christoph Felgentreu wird uns neue Innovationen und Ideen zur Steigerung der Fruchtbarkeit und zum Humusaufbau aufzeigen.

Nach dem Mittagessen demonstriert Firma Trinkies auf dem Feld die Bodenprobenahme mit GPS Koordinaten für die Humusermittlung. Es folgt die Vorführung von dem Einsatz von Komposttee zu Gemüse.

Zur Pflanzenkohleherstellung können verschiedene Systeme vom Noah-Ofen, Kon Tikki bis zum Tapkenofen besichtigt werden.

Anschließend wird ein innovatives Klärsystem für Biogasanlagen im Klärcontainer für z.B. Oberflächenschmutzwasser vor Ort vorgestellt.

Anmeldung bis zum 19.05.2018 bei Ökoring im Norden e.V., Grüner Kamp 15-17, 24768 Rendsburg, Romana Holle Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 04331-333460, Fax: 04331-333462

Nach Anmeldung wird das Veranstaltungsprogramm mit Ortsangaben zugesendet. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Gemeinsames Mittagessen ist in einem Gasthof geplant. Ausgaben für Getränke und Essen sind von jedem Teilnehmer selber zu tragen. Einladung als PDF

Bereits 25 Mitfahrbänke in der Klimaschutz-Region Flensburg!

Zum 1. Mai werden in weiteren acht Gemeinden der Klimaschutz-Region Flensburg 11 Mitfahrbänke aufgestellt. Aktiv werden die Gemeinden Ringsberg, Wees, Westerholz, Oversee (OT Barderup), Sieverstedt (OT Stenderup), Tarp, Großenwiehe und Harrislee. Die Bänke werden zum Großteil vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert, die Gemeinde Harrislee finanziert neben zwei geförderten Bänken zwei Mitfahrbänke selbst. Das Ziel sind mindestens 50 Mitfahrbänke in der Klimaschutz-Region, die Hälfte ist bereits geschafft!

Auch über die Klimaschutzregion Flensburg hinaus ist die Mitfahrbank ein Erfolgsmodell. Am 1. Mai stellt auch die Gemeinde Glücksburg eine vom Verein BobenOp gelieferte Mitfahrbank auf. Außerdem stehen bereits Mitfahrbänke in Großenbrode bei Fehmarn. Auch aus Harmsdorf bei Rendsburg und anderen Orten in Schleswig-Holstein und darüber hinaus erreichen uns Anfragen.

NDR: Klimaschutz, Gemeinde Hürup geht neue Wege

Schleswig-Holstein Magazin -

Bis zum Jahr 2050 haben sich 34 Gemeinden rund um Flensburg das Ziel gesetzt, CO2-neutral zu werden - mit einem gemeinsamen Masterplan. Die Gemeinde Hürup hat bereits begonnen.

Mit Energie und Ideen in die Zukunft

Artikel im Tageblatt Flensburg: Umweltminister Robert Habeck informiert sich in Hürup über innovatives Versorgungsprojekt / Nächste Runde in landesweitem Wettbewerb